Mosley Beam TA-63 6 Band 6 Element

Meine Antennen sind nun auch in die Jahre gekommen und der gute alte Fritzel FB-33 3 Element 3 Band Beam hatte inzwischen über 28 Jahre auf der „Uhr“ und zeigte deutliche Verschleißerscheinungen und Kontaktprobleme.

Die Entscheidung zu einer neuen Richtantenne für möglichst viele Bänder reifte in mir über die Dauer von einem ganzen Jahr.

Zuerst entschied ich mich für einen OptiBeam mit 10 Elementen welcher jedoch für meinen RC5-1 Create Rotor zu schwer werden würde und mit einer max. Elementlänge von über 10m auch zu groß ist.

Das längste Element sollte nicht länger als 8,5m sein um nicht über die Dachkante zu schauen. Auch einen größeren stärkeren Rotor zu kaufen wollte ich mir und der XYL ersparen.

Kurz vor dem WAG Contest 2012 nutzte ich das letzte gute Herbstwetter um mit einen Kollegen nun meinen FB33 gegen einen nagelneuen Mosley TA-63 6 Band 6 Element Beam für die Bänder 20-6m auszutauschen.

Der Abbau der alten Antennen ging wie immer recht schnell und der Aufbau dann ebenso gut voran. Insgesamt dauerte der Aufbau mit Abgleich ca. 3 Stunden. Wenn man sich nach der Aufbauanleitung richtet klappt auch der Zusammenbau der Antenne recht gut. Wir haben allerdings doch einige Zeit mit lesen und verstehen der Aufbauanleitung verbracht. Die Aufbauanleitung ist nur in Englisch verfügbar und eben im Layout wie vor 20 Jahren nur mit kleinen Skizzen ohen Photos versehen.

Alle Elemente und Teile der Antenne haben farbliche Markierungen da kann fast nix schiefgehen, so dachte ich. Wir haben dann doch das Boomrohr und zwei Elemente zweimal umgebaut weil zu schnell hantiert und Skizze nicht richtig gedeutet.

Das Material aus USA ist eigentlich recht robust aber die nicht endgrateten Alu-Rohre der Elemente haben doch die eine und andere Verletzung an den Händen verursacht. Ich denke beim Opitbeam „Made in Germany“ ist das sicher besser gelöst und auch das Material wie Schrauben und Schellen dürfte noch besser sein, aber was solls, der Preis war auch ein entscheidender Faktor bei meiner Antennenwahl.

Die Boombefestigungen der Elemente aus Druckguss sind sehr solide und die Mittenhalterung kann sicher einiges aushalten. Letztere musste ich aber für mein 60mm Mastrohr umbauen d.h. Befestigungslöcher von 50mm auf 60mm bohren und die beiden alten 60mm Halteschellen vom alten Beam wieder verwenden sonst wäre das Projekt gescheitert. Also vorher nachdenken an welchen Mastdurchmesser man montieren will. Standard ist eben 50mm.

Die Trapse, insgesamt 12 Stück, sind ordentlich gebaut und in den Abmaßen etwas kleiner als beim FB-33 und können auch große Leistung verkraften. Die Einspeisung erfolgt direkt mit Koaxialkabel ohne Balun. ( ja funktioniert )

Nun, die vom Hersteller angegeben optimalen SWR Werte wurden nicht ganz so erreicht was wohl auch auf die niedrige Aufbauhöhe über dem Hausdach zurückzuführen sein wird. Alle SWR-Werte sind nutzbar ( <1:3 ) und somit noch im Normbereich meiner PA oder der Automatiktuner.

Wenn man sich die erreichten und weiter unten aufgezeichneten SWR-Werte und deren Verlauf genau ansieht und diese mit den Herstellerangaben vergleicht, kann man deutliche Unterschiede erkennen. Niedriges SWR in Bandmitte habe ich nur einmal erreicht, warum kann ich nicht erklären.

Wie immer wurden nach dem Zusammenbau der Antenne und der Montage am Mast in 3m Höhe über Dach zuerst Analog vor Ort gemessen. Die SWR-Werte wurden dort etwas besser angezeigt als später mit meinem LP-100A Messgerät im Shack hinter der PA.

Im praktischen Betrieb habe ich nun endlich auch auf den WARC-Bänder mehrere Elemente zur Verfügung. Erstaunlich was man nun dort hört und auch arbeiten kann. Der Beam hat meine Erwartungen bisher voll erfüllt.

Mit der bekannten geringeren Vor-/Rückwärtsdämpfung von nur ca.10db kann ich gut leben und eine extra Richtantenne für das 6m Band wird nun nicht mehr benötigt da die Antenne auch auf 50 Mhz als 3 Element arbeitet.

Bisherige Erfahrungen am Receiver:

Stationen die ich mit der 83m-Loopschleife oder einem Dipol z.B. um die S2-3 höre kann ich mit dem Beam in Hauptrichtung um ca. 1-2 S-Stufen stärker aufnehmen. Bsp. Signal an der „Grasnarbe“ unleserlich, bei Umschalten auf Beam dann lesbar. So sollte es sein, mehr hatte ich nicht erwartet. Eventuell leiste ich mir im nächsten Jahr dann noch die 30-oder 40m Erweiterung für diesen Beam.

 Alles in allem ist diese Antenne sehr empfehlenswert.

 

SWV Werte gemessen mit LP-100A Digital Vector RF Wattmeter / Darstellung mit Software LP-Plot

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