OZ/DL7UZO EU-172Nachdem wir im Jahre 2003 unseren Urlaub auf der schönen dänischen Insel Bornholm verbracht hatten zog es uns diesmal ganz in den Norden Dänemarks in die Nähe des Ortes Tversted. Über unser Reisebüro haben wir uns in Berlin zuvor ein komfortabeles Ferienhaus mit natürlich großem Grundstück gemietet. Die Fahrt in den Norden führte uns auch über Hamburg und mit Hilfe des neuen Navigationsgerätes hatten wir unser Ziel dann nach ca. 10 Stunden sicher erreicht.
Da Haus lag ca. 250m vom Meer entfernt direkt in den Stranddünen inmitten mehrerer Ferienhäuser aber mit ausreichend Abstand untereinander. Wie erwartet war das Haus mit allem ausgestattet was man für einen angenehmen Aufenthalt benötigt. 4 Zimmer mit einem großem WC- und Badbereich sowie einem schönem Küchenbereich, alles sehr sauber und elegant. Das kleinste Zimmer wurde dann natürlich zum Funkshack eingerichtet.

Wie immer hatte ich meinen YAESU FT-857 KW-Transceiver sowie den bewährten 10m Spieth-Mast mit der Multiband-Dipolantenne im Gepäck. Der Antennenmast und die Antenne wurde ca. 10m aOZbseits auf einen kleinen Hügel hinter dem Haus im aufgebaut. Die Hauptabstrahlrichtung der Dipolantenne war in etwa Nord-Süd. Der Wind in den Dünen hielt sich in Grenzen doch wurde der Mast auch bei wenig Wind oft stark gebogen und eines Morgen war der Mast dann auch in sich zusammengefallen da die Elemente von mir nicht ganz fest arretiert wurden. Das ganze jedoch kein Problem, dann alles wieder ausgezogen und mit bewährtem Iso-Band die einzelnen Elemente fixiert und fertig.

Da wir auf einer Insel waren welche zur IOTA Jylland Nord Gruppe ( EU-171) gehörte war der Funkbetrieb immer recht angenehm  und es gab nie Probleme bei eigenem CQ-Ruf QSO-Partner zu finden. Die PileUps aus EU aber aucOZ-DXCCh aus DX wie UA/JA waren teilweise recht gewaltig auch wenn in dieser Gegend um Tversted sehr oft deutsche OMs in fast jedem Jahr aktiv QRV sind. Funkbetrieb wurde dann auch auf allen Bänder in CW und SSB abgewickelt.

Neben dem Funkbetrieb im Urlaubsstil wurde natürlich hauptsächlich Land und Leute erkundet.  Wir haben jede Menge Befestigungsanlagen und Bunker aus dem II.WK rund um Skaagen erkundet, ausgiebig besichtigt und uns somit mit der Geschichte der Befestigungsanlagen in Dänemark beschäftigt.

Es ist schon erstaunlich welchen Aufwand die deutschen Besatzer im 2.Weltkrieg getrieben haben OZ-2es jedoch nie eine Anlandung fremder Truppen im Norden Dänemarks gegeben hat. Da wir im Mai unterwegs waren, sind wir teilweise völlig allein in den Bunkeranlagen unterwegs gewesen und konnte viele schöne Fotos machen. Weiterhin haben wir uns natürlich die Strände mit den verschiedenen Leuchttürmen angesehen und auch diese dann mühsam erklommen. Es ist schon fast eine Tradition von uns die jeweiligen Leuchttürme während unseres Urlaubsaufenthaltes zu besuchen und im Bild festzuhalten.

Mit wirklich guten Restaurants und der Gastronmie sieht es in Dänemark nicht so toll aus. Überall auf der Menükarte stand immer das gleiche "Schnitzel mit frischem Gemüse", sonst nichts. Wir haben leider kein gutes Restaurant gefunden und uns dann lieber selbst versorgt. Vor allem haben wir viel lecker gegrillt und den mitgebrachten Wein beim Sonnenuntergang mit Blick übers Meer genossen. Alles in allem haben wir uns wieder sehr schön erholt und uns die Meeresbriese um die Nasen wehen lassen. Die Anzahl etwas über 1000 gelogten Funkverbindungen war dann auch wie erwartet und es wurden nach Auswertung des Logs insgesamt 50 DXCC- Länder mit 6 Kontinenten der Erde erreicht.

Alle QSL-Karten dieser Aktivität wurde noch im Sommer 2006 direkt oder über das QSL-Büro versendet.

OZ-LHT1

Bunker

OZ-Meer

OZ-Haus